The KIBAG connection

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Einleitung

Sie schlüpfen in die Rolle des Kies-, Bau- und Baustoffunternehmens KIBAG.

Sie wollen in Nuolen SZ entlang dem Ufer des Obersees ein fast 700 Meter langes Bauprojekt mit 65 Häusern realisieren. Nuolen liegt innerhalb drei nationaler Schutzzonen und ist ein natürlich gewachsenes Dorf. In der Peripherie des Dorfes wollen Sie zusammen mit den Ausläufern über einen Kilometer Seeufer begradigten. Sie verwandeln die natürliche Region am Fuss der Buchbergs in ein fremd anmutendes, übernutztes Gebiet, das Feriendörfern in ausländischen Tourismusdestinationen gleicht.

Sie bringen Gemeinde, Naturschutzorganisationen und die Schwyzer Regierung dazu, dass Sie 25’000 m2 im Grundbuch eingetragenen Sees auffüllen dürfen. Und dies, obwohl das nationale Gewässerschutzgesetz in Artikel 39 das Auffüllen von See verbietet.

Sie wollen den bestehenden Kiesverladehafen abbrechen, damit Sie Ihre 65 Häuser bauen können, obwohl Sie noch über Jahrzehnte 60 % des von Ihnen abgebauten Kieses aus Umweltgründen auf dem Seeweg abtransportieren müssen. Deshalb müssten Sie einen neuen Hafen bauen. Das ist aber nur im offenen Obersee möglich, was aus Umweltgründen wiederum undenkbar ist.

Sie möchten einen Yachthafen mit 70 Yachtplätzen bauen. Dies, obwohl die anderen beiden Seeanstösser-Kantone Zürich und St. Gallen ein Bootsmoratorium einhalten, weil der Obersee die höchste Bootsdichte der Schweiz aufweist.

Auch wollen Sie zusammenhängende Uferschutzbewachsungen und Schilfvegetationen überdecken, was laut Gesetz verboten ist. Der Bevölkerung versprechen Sie eine Badanstalt am See. Aber niemand weiss, ob diese wegen der Sperrzone bei der Hafeneinfahrt und neben einer grossen Schilfzone realisierbar ist. Auch wissen die Bürger, denen Sie und die Gemeinde die Badi versprechen, nicht, wie viel Unterhalt und Bau kosten. Die Badenden wollen Sie aber nur im nicht ungefährlichen offenen Obersee baden lassen. Die geschützte Bucht dagegen bleibt Ihren Yachthäfen und den 65 Villen vorbehalten. Die Bevölkerung versuchen Sie mit einem Seeweg entlang der neuen Überbauung zu ködern. Dabei ist Ihnen klar, dass am Rand des kleinen Dorfes Nuolen kaum Bedürfnis dafür besteht.

Um Ihre Ziele zu erreichen, bezahlen den Gegenanwalt der Nuoler Bürger. Sie erklären dazu, dass solche Praktiken für Ihr Unternehmen normal seien. Sie versehen Vertreter der Naturschutzorganisationen-Szene mit Aufträgen und beeinflussen diese. Dasselbe versuchen Sie bei einem Umweltinstitut, bei Nachbarn Ihrer Kiesgruben und bei Medien. Exponenten der Gemeindeführung können von Mitarbeitern Ihres Unternehmens direkt am Golfplatz Bauland kaufen.

Kurzum, Ihre oberste Maxime ist das nackte Geld. Die Umwelt, die Menschen, die Landschaft und die Natur haben bei Ihnen keine Stimme.